Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft

 

Ob es um die Qualifizierung von lokalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen geht, den Einsatz klimafreundlicher Technologien oder Sozialstandards in Produktionsstätten – die Ziele von privaten Unternehmen und Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit überschneiden sich häufig.

Mit develoPPP.de fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Engagement der Privatwirtschaft dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitischer Handlungsbedarf zusammentreffen.

Das Programm

develoPPP.de richtet sich an Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren und dabei ihr unternehmerisches Engagement nachhaltig gestalten wollen. Mit develoPPP.de erhalten sie finanzielle und auf Wunsch auch fachliche Unterstützung. Das Unternehmen trägt dabei mindestens die Hälfte der Gesamtkosten, zu denen das BMZ bis zu 200.000 Euro beisteuert. Diese sogenannten Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft können bis zu drei Jahre dauern und in den unterschiedlichsten Branchen und Themen angesiedelt sein – von A wie „Abwassermanagement“ bis Z wie „Zertifizierungen“.

Im Rahmen von develoPPP.de kooperieren Unternehmen stets mit einem der drei öffentlichen Partner, die das Programm im Auftrag des BMZ umsetzen: DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und sequa gGmbH. Seit Programmbeginn im Jahr 1999 haben DEG, GIZ und sequa gemeinsam mit der deutschen und europäischen Wirtschaft mehr als 1.500 Entwicklungspartnerschaften durchgeführt.

Weitere Informationen gibt es auf der develoPPP.de-Webseite.

 

Dräger und GIZ verbessern die Gesundheitsversorgung herzkranker Kínder durch medizintechnische Ausstattung des staatlichen Kinderkrankenhauses in La Paz und durch Weiterbildung des Personals im bolivianischen Gesundheitssektor hochlandweit. Fotos: Fundación Cardioinfantil

Weiteres aktuelles Projektbeispiel:Erdnüsse aus dem bolivianischen Chaco

Wie Sie sich bewerben können

Viermal im Jahr können Unternehmen eine Interessensbekundung in sogenannten Ideenwettbewerben bei DEG, GIZ oder sequa einreichen. Mitmachen können alle deutschen und europäischen Unternehmen sowie ihre Tochterfirmen in Entwicklungs- und Schwellenländern*.

Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, die das Potenzial haben, einen herausragenden entwicklungspolitischen Nutzen zu erzielen und mehrere Länder zu umfassen, können als Strategische Entwicklungspartnerschaften außerhalb der Ideenwettbewerbe umfangreicher gefördert werden.

 

Die AHK Bolivien verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Bereich Entwicklungspartnerschaften. Als erste AHK vereinbarte sie 2002 diesbezüglich eine Kooperation mit der heutigen GIZ Bolivien. Während die GIZ Bolivien auch sogenannte Integrierte PPPs mit bolivianischen Unternehmen durchführt, koordiniert die AHK Bolivien v.a. die Zusammenarbeit mit europäischen Unternehmen*.

Wenn Sie Interesse an einer Entwicklungspartnerschaft haben, kann die AHK Bolivien Sie folgendermaßen unterstützen:

  • Wir können eine erste Einschätzung liefern, inwieweit Ihre Idee die Kriterien für eine Entwicklungspartnerschaft erfüllen würde
  • Wir können den Kontakt zu den öffentlichen Partnern herstellen
  • Wir können Sie bei der inhaltlichen Ausgestaltung und zeitlichen Planung des Projektes unterstützen
  • Wir können das Projekt in Absprache mit der GIZ Bolivien begleiten, sowie Controlling und Monitoring für Sie übernehmen.

*teilnahmeberechtigt sind auch lokale Unternehmen in Bolivien, bei denen in der EU registrierte Unternehmen oder europäische Staatsbürger mehr als 25 % der Unternehmensanteile halten.

Ihr Ansprechpartner

Anja Witt

Entwicklungszusammenarbeitund Projekte

Tel.: +591-2-2795151
Fax: +591-2-2790477
aw(at)ahkbol.com

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