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Bolivien macht Fortschritte beim Qualitätsrahmen für nachhaltiges Bauen

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16/09/2026

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Der Bausektor verfügt nach 13 Arbeitssitzungen mit 32 Institutionen nun über die Norm NB 15392:2026. Die Qualitätskriterien orientieren sich an den internationalen ISO-Qualitätsstandards.

 

 

Mit der offiziellen Veröffentlichung der Norm NB/ISO 15392:2026 – Nachhaltigkeit im Hochbau und bei Ingenieurbauten – Allgemeine Grundsätze beginnt für das Bauwesen in Bolivien eine neue Phase. Die Norm schafft einen gemeinsamen Rahmen mit Nachhaltigkeitskriterien für die verschiedenen Phasen eines Bauwerks, von der Planung und dem Entwurf über den Betrieb und die Instandhaltung bis hin zum Ende der Nutzungsdauer.

 

„Die bolivianische Norm ISO 15392 ist ein Meilenstein, damit öffentliche Institutionen, Unternehmen und alle beteiligten Akteure eine praktikable, nützliche und effiziente Referenz für Ingenieurbauten haben“, erklärt Pablo Céspedes Miranda, Koordinator des Technischen Komitees der Norm.

 

 

Dieser Prozess war das Ergebnis der Multi-Akteurs-Räume des Projekts Bolivia „Construye Más Verde“, in denen Gemeinden, regionale Baukammern (Cámara de la Construcción), Präfekturen/Regionalregierungen, Unternehmen, technische Institute, Universitäten und Wissenschaftler Vorschläge erarbeiteten, um die Nachhaltigkeit im Bausektor voranzutreiben.

 

Die Norm umfasst die Effizienz der Wassernutzung, Energieeffizienz sowie das Management von Bau- und Abbruchabfällen. Die Bestandsaufnahme, die Multi-Akteurs-Tische und die Zusammenarbeit mit den Kommunalregierungen ermöglichten es, Lücken und Chancen zu identifizieren. Dies lieferte wichtige Erkenntnisse zur Förderung eines Rahmens, der öffentliche Institutionen, Unternehmen, Verbände, Wissenschaft und Experten miteinander verknüpft.

 

 

Zudem beinhaltet die Norm ein Schlüsselprinzip für ein Land mit vielfältigen territorialen Realitäten: „Global denken und lokal handeln“. Anstatt einheitliche Baurezepte vorzugeben, legt sie Grundsätze fest, die unter Berücksichtigung der klimatischen, sozialen, wirtschaftlichen und territorialen Bedingungen des jeweiligen Kontexts angewendet werden können. So lässt sich Nachhaltigkeit in sachgerechte Entscheidungen für die verschiedenen Regionen und Kapazitäten des Landes übersetzen.

 

 

Die nächste Herausforderung besteht darin, diese Grundsätze in konkrete Werkzeuge und Praktiken umzusetzen. Die Norm NB/ISO 15392:2026 kann als Grundlage dienen, um technische Leitfäden, Indikatoren, Kriterien für das öffentliche Beschaffungswesen, kommunale Instrumente, Schulungsprogramme und Anreize zu entwickeln. In diesem Sinne wird ihre Einführung schrittweise erfolgen und von der Fähigkeit der verschiedenen Akteure abhängen, Nachhaltigkeit in ihre Entscheidungen einzubinden. Wie Céspedes zusammenfasst: „Nachhaltigkeit muss zu einer alltäglichen Praxis des Sektors werden und darf keine isolierte Anforderung bleiben.“

 

 

Die Beteiligung öffentlicher und privater Akteure ist die Basis, um von der Idee zur Tat zu schreiten. Auf diesem Weg bietet die APNB 1220049:2026 (Nachhaltigkeit im Bauwesen – Rahmen für die Bewertung von Gebäuden und Ingenieurbauten), die sich derzeit in der öffentlichen Konsultation befindet, einen Rahmen zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Bauwerken. Dies eröffnet die Möglichkeit, schrittweise zu Projekten überzugehen, deren Leistung gemessen, verglichen und verbessert werden kann.

 

 

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